Eine Sammlung von Weltrang

Vom alten Ägypten bis zum Klassizismus

In einer einzigartigen Kulisse, der ehemaligen Villa des Barons von Liebieg, findet die Begegnung mit rund 3.000 Skulpturen der ägyptischen, griechischen und römischen Antike, des Mittelalters, der Renaissance, des Manierismus, des Barock, des Rokoko, des Klassizismus und Ostasiens statt.

Antike

Die Antikensammlung des Liebieghauses führt die Kulturen des Mittelmeeres über mehr als dreieinhalb Jahrtausende vom alten Ägypten über Griechenland bis nach Rom vor Augen. Ihre Hervorbringungen erzählen von den zahlreichen Abenteuern mythischer Helden und spiegeln den Glauben an eine Welt von Göttern sowie die Errungenschaften in Philosophie und Wissenschaft wider. Neben der Opferszene aus der berühmten Pyramide des Pharao Sahure beherbergt das Liebieghaus auch das lebensnahe Porträt Alexanders des Großen aus Rosengranit – beides Sinnbilder für die Macht und Präsenz der Pharaone und Könige. Ein besonderes Zeugnis der griechischen Klassik ist daneben die einzigartige Marmorstatue der Athena des Bildhauers Myron, während die prägnanten Marmorbüsten des Augustus und des Marc Aurel zu den Glanzstücken der römischen Skulpturen zählen.

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Mittelalter

Die Mittelaltersammlung vereint europäische Skulpturen höchsten Ranges aus rund 700 Jahren. Die ältesten Stücke stammen aus dem 9. Jahrhundert. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt jedoch auf der deutschen, französischen und niederländischen Bildhauerkunst des 14. bis frühen 16. Jahrhunderts. Anhand der Werke führender Bildhauer jener Zeit, wie etwa Hans Multscher, Niclaus Gerhaert von Leyden, Michel Erhart oder Tilman Riemenschneider, wird deutlich, wie eng und untrennbar verwoben Politik, Alltag und Religion einst waren. So handelt es sich fast ausschließlich um Objekte christlicher Thematik. Zu den beeindruckendsten Stücken gehören die äußerst filigran aus Alabaster gearbeiteten Figuren des Kreuzigungsaltars aus Rimini oder die virtuos aus Linde geschnitzte Statue des Heiligen Abtes.

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Renaissance bis Klassizismus

Das Liebieghaus beherbergt eine erlesene Sammlung neuzeitlicher Skulpturen von den Anfängen der Renaissance bis zum Klassizismus. Die Bronzestatuette des Apoll vom Belvedere des Bildhauers Antico bezeugt als prominentes Beispiel das von der Antike inspirierte Bedürfnis der Renaissance nach einer wirklichkeitsgetreuen Wiedergabe der Natur, wohingegen sich die manieristischen Werke durch spannungsgeladene Kompositionen auszeichnen. Einen lebendigen Eindruck von der barocken Kunst geben Matthias Steinls Immaculata und Andrea Brustolons Kampf Jakobs mit dem Engel, während das Rokoko als Kunst der Aufklärung, mit Werken der Bildhauer Ignaz Günther und Paul Egell vertreten ist. Die berühmteste Skulptur des Liebieghauses ist Johann Heinrich von Danneckers klassizistische Ariadne auf dem Panther, die schon vor ihrer Fertigstellung gefeiert wurde.

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