Die Liebieghaus Skulpturensammlung

Ein Museum mit einzigartigem Ambiente –
eine Sammlung von Weltrang

Umgeben von einem der schönsten Gärten Frankfurts beheimatet das Liebieghaus eine hochkarätige Sammlung von rund 3.000 Skulpturen aus der Zeit vom Alten Ägypten bis zum Klassizismus. Das auf Bildhauerei spezialisierte Haus zählt zu den international bedeutendsten Skulpturenmuseen.

„Es gibt nur wenige Museen, die einen ähnlich erhellenden Blick auf die Kunst- und Kulturgeschichte bieten wie das Liebieghaus in Frankfurt.“

art – Das Kunstmagazin, November 2015

Das Gebäude

Die ehemalige Gründerzeitvilla des Barons von Liebieg bildet die einmalige Kulisse, in der 5.000 Jahre Geschichte der Bildhauerkunst präsentiert werden. Sie lädt sowohl zur Erkundung der Werke als auch des Gebäudes selbst ein. Bis in die kleinsten Winkel unter dem Turmdach können die Besucher auf Entdeckungstour gehen, so auch in die Studioli im Dachgeschoss. In diesen stimmungsvollen kleinen Studierzimmern (ital.: studioli) wird eine Vielzahl kleinerer und größerer skulpturaler Schätze in Szene gesetzt.

Gemeinsam mit dem erweiterten Galerieflügel zur Präsentation der Antikensammlung sowie den im Zuge einer umfassenden Neupräsentation der Sammlung eingerichteten Schaudepots zeigt das Liebieghaus auf 1.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche Meisterwerke der ägyptischen, griechischen und römischen Antike, des Mittelalters und der Renaissance, des Manierismus, des Barock und Rokoko, des Klassizismus sowie Ostasiens und bietet damit einen fundierten Überblick über die Geschichte der Skulptur.

„Einer der schönsten Museumsorte Deutschlands.“

Süddeutsche Zeitung, Johan Schloemann, 25. April 2009

Von der Stadtvilla zum Skulpturenmuseum

Villa Liebieg

Der böhmische Textilfabrikant Heinrich Baron von Liebieg (1839–1904) verkaufte der Stadt Frankfurt seine in den 1890er-Jahren erbaute Villa am Schaumainkai zu einem Vorzugspreis unter der Bedingung, hier „auf ewige Zeiten ein öffentliches Kunstmuseum“ einzurichten. Nur zwei Jahre nach Gründung des städtischen Skulpturenmuseums wurde es 1909 in der um einen Galerietrakt erweiterten Villa eröffnet. Als Pendant zur schon benachbarten Gemäldesammlung des Städel Museums umfasste die Sammlung des Liebieghauses zu diesem Zeitpunkt etwa 350 Werke.

„Die Entwicklung der Bildhauerkunst während der historischen Zeiten durch Sammlung hervorragender oder charakteristischer Werke zu veranschaulichen“ war das von Gründungsdirektor Georg Swarzenski angestrebte Ziel bei der Einrichtung einer Sammlung, die ausschließlich der Bildhauerei gewidmet sein sollte. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelang es, innerhalb weniger Jahre zahlreiche herausragende Werke für das Museum zu erwerben.

Wachsende Sammlung und wachsendes Haus

Von 1969 bis 2006 steuerte Herbert Beck die Geschicke des Liebieghauses, ab 1994 auch die des Städel Museums. Die klassischen Museumsaufgaben – Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln – erfuhren in dieser Zeit neue Impulse. Bedeutende wissenschaftliche Forschungsvorhaben, die mitunter in viel beachtete Ausstellungen mündeten, und wichtige Erwerbungen prägten diese Jahre. Zudem kam es unter Herbert Beck 1990 zu einer Erweiterung des Galerieflügels von 1909 durch das Architektenteam Scheffler/Warschauer. In diesem Trakt befindet sich seitdem die Antikensammlung des Liebieghauses. Von 2006 bis 2016 war Max Hollein Direktor. Im Oktober 2016 übernahm Kunsthistoriker Philipp Demandt die Leitung des Liebieghauses, des Städel Museums und der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Von Ende 2007 bis 2009 wurde in Zusammenarbeit mit dem Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi und den Sammlungsleitern des Liebieghauses die Neupräsentation der Abteilungen Mittelalter, Renaissance bis Rokoko und Ostasien realisiert. Seitdem konnte das Liebieghaus seine Besucherzahlen stetig erhöhen und 2012 – im 104. Jahr seiner Geschichte – mit 153.737 Besuchern das bis dato beste Besucherergebnis verzeichnen.