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Röm. Sarkophag mit der Darstellung des Mythos von Meleager, um 250/60 n.Chr.


Schlagwörter

Marmor   Meleager   Sarkophag   Eber   Kampf   Jagd   Furchtlosigkeit   Antike   Rom   Atalante

Unbekannt

Römischer Sarkophag mit der Darstellung des Mythos von Meleager

Um 250/260 n. Chr.

Marmor
Inv. Nr. 1528

96 cm

Die schönen, malerisch gestalteten Relieffragmente schmückten ursprünglich die Vorderseite eines großen, spätantiken Sarkophags. In reicher Fülle drängen sich auf dieser Bildfläche die Figuren eines berühmten antiken Mythos.

Oineus, der König von Kalydon, hatte die Jagdgöttin Artemis maßlos erzürnt, weil er vergessen hatte, ihr zu opfern. Als Rache sandte sie einen gewaltigen Eber, der das Land verwüstete. Meleager, dem Königssohn, und seinen Begleitern gelingt es schließlich, die Bestie zu töten. Den ersten Treffer landet jedoch die Frau unter den Männern: Atalante.

Leider ist die Mitte der Darstellung verloren: Das erhaltene linke Bein gibt jedoch einen Eindruck von der Kampfeskraft des Meleager. Tatsächlich zeigte das Sarkophagbild ursprünglich, wie er den tödlichen Stoß mit der Lanze setzte. Von der kleiner dargestellten Atalante ist oberhalb des mächtigen Eberkopfes gerade noch die linke Hand mit dem Bogen zu sehen. Rechts holt einer der beiden göttlichen Zwillinge, der Dioskuriden, zu einem Steinwurf aus.

Der König selbst erscheint am linken Bildrand im Torbogen seines Palastes. Vor ihm bereitet sich Ankaios für die Teilnahme an der Jagd vor. Er wird zusammen mit anderen Helden nicht lebend zurückkehren. Nach der Jagd wird Meleager die Jagdtrophäe der Atalante zusprechen und so den Neid der Brüder seiner Mutter schüren. Als diese versuchen, Atalante die Trophäe zu entreißen, werden sie von Meleager getötet. Althaia, über die Tat ihres Sohnes entsetzt, wirft einen Holzscheit, der schicksalhafter Weise mit dem Leben Meleagers verknüpft ist, in das Feuer: Der Held stirbt durch den Willen seiner Mutter.
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