Unbekannt
Buddhahaupt
Thailand, nach 1400 n. Chr.
Sandstein
Inv. Nr. 883
39 cm




Bewertung: () Von der modernen Bevölkerung wird das Reich von Sukhothai als das erste Königreich von Thailand betrachtet. Es wurde im 13. Jahrhundert gegründet und besaß bis ins 16. Jahrhundert große Bedeutung für die buddhistische Religion und deren Kunst. In Thailand bleibt diese frühe Zeit bis heute bestimmend. Seit einigen Jahrzehnten sind so die Ruinen der alten Königstadt Sukhothai (wörtl. »Morgenröte der Glückseligkeit«) zugänglich. Der Sukhothai Geschichtspark, der heute zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, umfasst annähernd 200 Tempel.
Der ausgesprochen schöne Kopf vermittelt die typischen Merkmale der Kunst aus dieser Blütezeit der thailändischen Kultur. Der Blick des thailändischen Buddha ist gesenkt und von hoch gewölbten Brauen begrenzt. Die schöne Wölbung wiederholt sich in der Frisur über der hohen Stirn. Unter einer gestreckten, elegant geschnittenen Nase liegt ein sinnlicher, leicht geöffneter Mund. Im Lockenhaar haben sich dunkle Farbreste erhalten, das Gesicht war ursprünglich mit Lack überzogen, der eine Blattvergoldung trug. Die charakteristische kegelförmige »Flammenspitze« auf dem Haarknoten (usnisa) ist verloren.













