Matthias Steinl (1643/44 - 1727)

Maria Immaculata

Matthias Steinl, Maria Immaculata, Wien, 1688
Matthias Steinl, Maria Immaculata, Wien, 1688

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Matthias Steinl

1643/44 - 1727

Über Steinls Ausbildung zum Bildhauer ist nichts bekannt. Der Sohn eines Kunsttischlers erlernte die Anfangsgründe der Holzbearbeitung wahrscheinlich in der väterlichen Werkstatt. 1676 schuf er mit der Kirchenausstattung des Zisterzienserstifts Leubus in Schlesien, wo er sich 1677 niederließ und ein Haus erwarb, sein erstes nachweisbares Werk. Er verließ Leubus um 1681/82, um nach Breslau zu ziehen. Es ist völlig ungeklärt, was er hier schuf. 1688 übersiedelte er nach Wien. Möglicherweise fertigte Steinl im Zusammenhang mit seiner Anstellung in Wien den Entwurf der Maria Immaculata an, um sich mit einer eindrucksvollen Demonstration seines Könnens beim Kaiser einzuführen. Er erhielt unter Kaiser Leopold I., dem ersten seiner drei kaiserlichen Dienstherren, das Amt des kaiserlichen Kammerbeinstechers, das heißt Elfenbeinschnitzers, das er bis zu seinem Tod innehatte. Er schuf 1693 die großartigen Reiterstatuetten Leopolds I. und Josephs I., dessen Nachfolger. Später wurde er weniger zu Arbeiten aus Elfenbein herangezogen als für großformatige Werke.

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Österreich   Elfenbein

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