Franz Ignaz Günther (1725 - 1775)
Anbetender Engel
Ignaz Günther, Anbetender Engel, München, um 1770
Franz Ignaz Günther
1725 - 1775
Nach der ersten Ausbildung bei seinem Vater trat Günther 1743 achtzehnjährig als Lehrling in die Werkstatt des Münchner Hofbildhauers Johann Baptist Straub ein. Er blieb dort bis 1750. 1751/52 arbeitete er kurze Zeit in Mannheim für den kurpfälzischen Holfbildhauer Johann Paul Egell, ehe er über Böhmen und Mähren im Mai 1753 Wien erreichte. Hier besuchte er die Akademie und errang das „erste Premium in der Bildhauerei“. 1753 ließ er sich endgültig in München nieder, wurde 1754 zum hofbefreiten Bildhauer ernannt und war neben Straub der bedeutendste Bildhauer Bayerns. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Altarausstattung der Kirche in Rott am Inn (1760–1762), die Prozessionstragegruppen in Weyarn (1764) sowie die sogenannte Nenninger Pietà (1774).
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