In der frühen Zeit entlehnten die griechischen Bildhauer grundsätzliche Formprinzipien von den Ägyptern. Die griechische Klassik entdeckte den menschlichen Körper neu. Freie Bewegung, sinnliche Form, Mythos und Erzählung prägten von nun an die europäische Kunst. Die einzigartige Marmorstatue der Athena, die vom Bildhauer Myron gefertigt worden war, legt hiervon besonderes Zeugnis ab. In der griechischen Spätphase (Hellenismus) eroberte man den mutigen Blick auf die Wirklichkeit. Es entstanden Bilder, die den Menschen karikieren und seine Schwächen pointieren.
 

Fragment eines weiblichen Kopfes

Fragment eines weiblichen Kopfes, Griechenland, 100/70 v.Chr.

Kopf des Zeus-Ammon

Kopf des Zeus-Ammon, röm. Tunesien?, 150-180 n.Chr.

Mädchen an einer Grabsäule

Mädchen an einer Grabsäule, Myrina (griech. Kleinasien), um 130/100 v.Chr.
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